Einbindung von Buchcover in den Katalog

In Reaktion auf den erfolgreichen Service von Amazon hatte sich die Buchhändlervereinigung entschlossen, die Einbindung von Buchcover aus dem VLB in Bibliothekskataloge nicht nur befristet für DBV-Mitglieder, sondern allgemein zu gestatten. Als Voraussetzungen wurden in den Nutzungsbedingungen vom März 2013 u.a. genannt:

Ҥ 3, Abs. 2
(2) Der Nutzer verpflichtet sich, in dem von ihm betriebenen Online-Katalog die dort aufgeführten Einzeltitel auf die Webseite www.buchhandel.de dergestalt zu verlinken, dass Besucher des Online-Katalogs des Nutzers bzw., soweit der Nutzer ein Bibliotheksverbund ist, der jeweiligen Online-Kataloge der Mitgliedsbibliotheken des Nutzers, die den jeweiligen Einzeltitel erwerben wollen, unmittelbar auf die Webseite www.buchhandel.de gelangen.”

D.h. es reichte aus, die Cover-Grafik gleichzeitig als Link auf www.buchhandel.de anzulegen. Allerdings war hier der Nutzen auch nur eingeschränkt, da die Einbindung in eine Neuwerbungsliste, sei es als Papierausdruck, sei es als Pdf-Datei, die im Intranet abgelegt wird, nicht gestattet war.

Die Buchhändler-Vereinigung hat mit Mail vom 29.10.2014 nicht nur über die technischen Veränderung bei der Einbindung von Coverlinks informiert. Sie hat auch die Bedingungen für die Einbindung ihrer Buchcover in den Bibliothekskatalog verändert. Reichte es vorher aus, dass man von dem Buchcover selbst einen Link auf www.buchhandel.de setzt, soll jetzt EXPLIZIT Werbung gemacht werden.
Aus dem Handbuch: http://info.buchhandel.de/files/buchhandel_de_handbuch_links.pdf

“Hinweis: Bitte beachten Sie unsere Teilnahmebedingungen. Voraussetzung für die kostenfreie Nutzung der Cover aus dem VLB sind:
– Registrierung als Bibliothek oder Bibliotheksdienstleister unter www.info.buchhandel.de/registrierung
– Möglichkeit 1
Text – Link “Jetzt kaufen bei buchhandel.de”
– Möglichkeit 2
Logo – Link auf buchhandel.de.”

Aufgabe eines Bibliothekskatalogs kann aber nicht sein, explizite Werbung für einen Anbieter von Büchern zu machen. Die Formulierung “Jetzt kaufen…”, während dem Benutzer das Buch aus dem Bibliotheksbestand zur Ausleihe angeboten wird, kann nur als absurd und dreist gewertet werden. Unter diesen Konditionen kann nur davon abgeraten werden, Buchcover in den eigenen Katalog einzubinden.

IFLA-Website jetzt auch in deutscher Übersetzung

Am Freitag, dem 24. Oktober 2014, war es soweit: die deutschsprachige Fassung der wichtigsten Texte der IFLA-Website wurde freigeschaltet. Barbara Lison, Vorsitzende des deutschen IFLA Nationalkomitees, schaltete die Seiten frei und erläuterte das Vorhaben in diesem Beitrag auf youtube

Die Texte wurden in den vergangenen Monaten von einem Team ehrenamtlicher Übersetzerinnen und Übersetzer nach und nach ins Deutsche übertragen.

 

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IFLA Vorkonferenz beim französischen Parlament im August 2014

Die IFLA Sektion Parlamentsbibliotheken war im August zu Gast bei den französischen Fachkolleginnen und -kollegen der Bibliotheken der Nationalversammlung und des Senats.

Da gab es eine Menge Historisches zu lernen: so geht die französische Parlamentsbibliothek bis auf das Jahr 1796 zurück, ihre Räume befinden sich in einem ehemaligen Palais der Bourbonen, in dem sich mit dem Plenarsaal der (inzwischen allerdings mehrfach umgebaute) allererste für eine gesetzgebende Versammlung eingerichtete Saal Frankreichs befindet. 

ifla_vorkonf2014

Die Fachgruppe im Innenhof des Palais Bourbon – Copyright: Ross Becker 2014

Die Bibliothek versorgt die fast 600 Abgeordneten der Nationalversammlung und ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie die Parlamentsverwaltung mit Informationen. Zur Bibliothek gehört auch das Archiv, das sich mit Erfassung und Erschließung der Parlamentsmaterialien befasst. Beinahe genauso alt ist die Bibliothek des Senats, die im Palais Luxembourg angesiedelt ist. 32 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind hier für die Bestandserhaltung und die Informationsversorgung tätig.

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(Baden-)Württembergische Landtagsprotokolle

Im aktuellen ZKBW-DIALOG Nr. 80 findet sich u.a. auch der nachfolgende Beitrag:

Die Württembergische Landesbibliothek Stuttgart <24> hat die Württembergischen Landtagsprotokolle digitalisiert. Die Einzelbände der historischen Landtagsprotokolle Württembergs bzw. der Nachfolgestaaten liegen in zweifacher Ordnung vor: Die chronologische Reihenfolge nach Legislaturperioden bzw. Berichtszeiträumen (von 1797 bis 1996) erleichtert den Überblick über das Zeitgeschehen unabhängig von der bibliographischen Teilserie der Landtagsprotokolle. Dagegen gibt die formal-institutionelle Gliederung gattungs- und epochenspezifische Merkmale (vom Alten Landtag 1797-1799 bis zum Landtag Baden-Württemberg 1953-1996) wieder. Die Badische Landesbibliothek Karlsruhe hat bereits die Badischen Landtagsprotokolle 1819 bis 1933 digitalisiert, die Bände ab 1996 präsentiert der
Landtag Baden-Württemberg in digitaler Form.

Plenarprotokolle

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